Die Bedeutung eines gesunden Schlafes

Menschen sind zwingend darauf angewiesen, erholsam und ausreichend schlafen zu können. Wird der Schlaf permanent gestört oder gönnt sich jemand ständig zu wenig Schlaf, leidet unweigerlich die Gesundheit: es stellen sich psychische und physische Störungen ein.

Der ideale Schlaf

Gesunder Schlaf - Die Bedeutung eines gesunden Schlafes

Schlaf ist so wichtig für den menschlichen Organismus, dass es eine medizinisch ausgerichtete Schlafforschung gibt; sie untersucht die Umstände, die einen gesunden Schlaf fördern; außerdem werden die Bedingungen erforscht, die daran hindern, wirklich erholsam zu schlummern.

Sich hinlegen, die Augen zu schließen, innerhalb einer angemessenen Zeit einzunicken und dann in verschiedenen Phasen zu schlafen gehört zum täglichen Rhythmus, den jeder braucht. Der Wechsel von Aktivität und Ruhe für Körper und Geist durchdringt dabei buchstäblich den ganzen Menschen: alle psychischen und physischen Vorgänge sind an diesen Takt von Wachsein und Schlummer gebunden. Wird dieser Schlaf-Wach-Rhythmus grundsätzlich gestört – und sei es nur um eine Stunde beim Umstellen der Uhr auf Sommer- oder Winterzeit – stellt das eine Belastung für die Betroffenen dar.

Der ideale Schlaf sieht je nach Lebensalter anders aus: je älter ein Mensch wird, desto weniger Schlaf benötigt der Körper. Für einen gesunden, erwachsenen Menschen sind durchschnittlich acht Stunden Schlaf ideal. Es kommt allerdings auch darauf an, wann geschlafen werden kann.

Bei Schichtdienst zum Beispiel sind acht Stunden Schlaf, die am Tage möglich sind, längst nicht so erholsam wie dieselbe Schlafdauer, die in die Nachtstunden fällt. Schlaf, den sich ein Mensch vor Mitternacht gönnen kann, zählt tatsächlich doppelt. Früh ins Bett zu gehen mag also als langweilig gelten, ist aber auf jeden Fall gesundheitsfördernd.

Im Verlauf einer ungestörten Nachtruhe durchläuft ein Mensch unterschiedliche Schlafphasen. Die Schlafforschung hat sie analysiert und kennt sowohl die Merkmale der einzelnen Abschnitte wie auch deren Bedeutung für den Organismus. Es wechseln sich mehrmals in der Nacht REM- mit Non-REM-Phasen ab.

REM steht dabei für „rapid eye movement“, also schnelle Augenbewegungen. Die Augenbewegungen sind Anzeichen für bestimmte Aktivitätszustände im menschlichen Gehirn. Im gesunden Schlaf wechseln REM und Non-REM-Phasen während einer Nacht vier Mal ab; dabei werden die REM-Phasen, in denen geträumt wird, zum Aufwachen hin immer länger.

Was beim Schlafen stört

Schlafstörungen sind heutzutage eine Volkskrankheit. Viele Faktoren können einen erholsamen Schlummer verhindern.

  • Störfaktor Nummer eins: Lärm. Dieser lässt nicht einschlafen, unterbricht den Schlaf oder weckt zu früh.
  • Störfaktor Nummer zwei: Stress. Es gelingt Betroffenen einfach nicht, nach dem Zubettgehen zu entspannen. Die Eindrücke eines mit vielfältigen Belastungen vollgestopften Tages jagen einander in der Erinnerung und lassen nicht zur Ruhe kommen. So wird bereits das Einschlafen zu einer Herausforderung.
  • Störfaktor Nummer drei: Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Schmerzen oder Infekte. Viele Menschen leiden beispielsweise unter Rückenschmerzen. Liegen ist für sie eine Herausforderung. Die Schmerzbelastung ist oft so stark, dass sie darüber nicht entspannen und deshalb auch nicht einschlafen können. Rückenschmerzen sind leider oft chronisch, das heißt, sie dauern an, eine Erkältung geht zum Glück irgendwann vorbei.

Es gibt darüber hinaus viele gesundheitliche Störungen, die mit Schlafproblemen einhergehen: dazu zählen Schnarchen mit Schlafapnoe (Atemaussetzer), ruhelose Beine, Depressionen, Tinnitus, Burnout, um nur einige Beispiele zu nennen.

Bei ernsthaften Schlafproblemen sollte ein Arzt aufgesucht werden: wer mehr als einen Monat lang in mehr als drei Nächten pro Woche nicht richtig schläft, sollte sich medizinisch untersuchen lassen.

Wie ein erholsamer Schlaf gefördert werden kann

Es kann im Leben immer wieder Phasen geben, in denen der Schlaf gestört wird: viele Schwangere schlafen schlecht. Babys machen gern die Nacht unruhig. Die Wechseljahre sind ebenfalls dafür bekannt mit Schlafproblemen einherzugehen. In jedem Leben gibt es darüber hinaus Zeiten großer Anspannung: vor Prüfungen oder vor einer großen Reise – die Unruhe kann positive und negative Ursachen haben. All diese Phasen haben eines gemeinsam: sie gehen vorbei. Und wenn sie abgeschlossen sind, stellt sich ein guter Schlaf-Wachrhythmus von ganz allein wieder ein.

Das menschliche Leben wird allerdings inzwischen häufig so durch äußere Zwänge und Belastungen bedrängt, dass es grundsätzlich schwer ist, zu einer erholsamen Nachtruhe zu finden, bisweilen sogar schon für Kinder. Allerdings lässt sich aktiv eine Menge für einen guten Schlaf tun:

Das Schlafzimmer Schlafzimmer sein lassen

Wenn möglich, sollte das Schlafzimmer und vor allem das Bett, ausschließlich zum Schlafen dienen. Frische, kühle Luft hilft dabei, zur Ruhe zu kommen. Das Bett muss zum Schläfer passen; das bedeutet, die Matratze samt Unterbau soll auf den Körper eines jeden Schlafenden abgestimmt sein. Gerade bei Babys und Kleinkindern ist eine gute Babymatratze wichtig für einen erholsamen Schlaf. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten kann es nötig sein, die Bettwäsche und vor allem die Bettdecke zu wechseln, um ein angenehmes Schlafklima zu erzeugen.

Im Doppelbett gilt: Paare können alles Mögliche teilen, aber jeder Partner muss für sich herausfinden, welche Unterlage und welches Deckbett für ihn bzw. für sie das Richtige ist. In einem Bettenstudio muss tatsächlich jeder zum Probeliegen antreten, um für sich das perfekte System für eine erholsame Nachtruhe zusammenzustellen. Wenn das gefunden ist, stellt das keine Lösung für die Ewigkeit dar: spätestens alle acht Jahre sollte die Matratze gewechselt werden, aber auch bei größeren Änderungen in Sachen Körpergewicht.

Nich zuletzt kann hier natürlich auch der Einsatz eines länglichen Stillkissens als Seitenschläferkissen eine erhebliche Verbesserung der Schlafqualität bewirken.

Schlafrituale einführen

Für Viele stellt bereits das Einschlafen eine Herausforderung dar. Ihnen kann es helfen, wenn sie eine Abfolge fester Gewohnheiten entwickeln, die am Ende eines Tages letztlich in den Schlaf münden sollen. Sie sollten etwa so aussehen: Am frühen Abend kann sportliche Betätigung entspannen und für eine gesunde körperliche Erschöpfung sorgen, die den Schlaf fördert; letzte Mahlzeiten zu einer bestimmten Zeit einnehmen; nicht zu spät trinken; vor dem Zubettgehen etwas lesen oder fernsehen; sich zu etwa immer der gleichen Zeit hinlegen.

Meiden, was einen gesunden Schlaf stören kann

Alkohol ist keine Einschlafhilfe, obwohl sich das Gerücht hartnäckig hält, dass ein Bier als Schlummertrunk positiv wirkt. Wer zu viel und zu kurz vor dem Einschlafen isst oder trinkt, schläft mit Sicherheit nicht gut. Bei einem Tagesablauf mit zu viel geistiger Belastung und zu wenig Bewegung baut der Körper Spannung auf und kommt beim Einschlafen einfach nicht zur Ruhe. Und auch wenn Thriller und Actionfilme spannend sind: gerade das, was sie reizvoll macht, hindert am Einschlafen.

Bevor ein Mensch gut schlafen kann, muss er buchstäblich runterkommen, körperlich und geistig. Das geht nicht, wenn beispielsweise die Verdauung auf Hochtouren läuft oder das Echo der letzten Besprechung endlos im Kopf widerhallt. Alles, was dazu dient, in diesem Sinne runterzukommen, fördert einen gesunden Schlaf.

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